Testamentsvollstreckungen

Insbesondere bei anspruchsvolleren Testamenten und/oder bei der Anordnung von Vermächtnissen oder einer Teilungsanordnung kann sich eine Testamentsvollstreckung in Form einer Abwicklungstestamentsvollstreckung empfehlen.

Der Testamentsvollstrecker sorgt dafür, dass das Testament so, wie es der Erblasser wollte, auch tatsächlich umgesetzt wird.

Weiter kann sich eine Testamentsvollstreckung in Form einer sog. Dauertestamentsvollstreckung dann empfehlen, wenn Minderjährige oder junge Erwachsene zu Erben berufen sind. Junge Erwachsene vermögen teilweise nicht über ausreichend Erfahrung verfügen, um ihnen Vermögen zur freien Verfügung zu überlassen. Hier kann es sich empfehlen, dass bis zum Erreichen einer bestimmten Altersgrenze, oder beispielsweise bis zum Erreichen eines berufsqualifizierten Abschlusses ein Testamentsvollstrecker eingesetzt wird, der für den Erben das ererbte Vermögen im Sinne des Erblassers verwaltet.

Ein wesentlicher Aspekt der Testamentsvollstreckung besteht auch in seiner streitschlichtenden Funktion: Nicht ein oder mehrere Miterben kümmern sich um die Auseinandersetzung des Nachlasses, sondern ein externer Dritter vollzieht das Testament im Sinne des Erblassers. Mögliche Spannungen aufgrund der vorgenommenen Vermögensverteilung treffen so den Testamentsvollstrecker; es besteht jedoch kein Grund zum Streit zwischen den Erben untereinander.

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Mitgeteilt von:
Dipl.-Kfm. Gerhard Slabon, Paderborn
Rechtsanwalt / Steuerberater / Fachanwalt für Erbrecht

Wichtiger Hinweis: Der Inhalt ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann hierfür jedoch nicht übernommen werden, nicht zuletzt deshalb, weil die behandelte Materie sehr komplex und ständigem Wandel durch Gesetzgebung, Gerichts- und Verwaltungsentscheidungen unterworfen ist.